Abenteuerroman Cache – Wir finden ihn!

Manuel Andrack hat sich auch dem Thema Geocaching angenommen und ein Kinderbuch veröffentlicht. Wenn sich nun einer fragt was das nun wieder sein soll, den kann ich vielleicht etwas helfen. Ich denke das Ziel dieses Buches ist Kindern das Geocaching näher zu bringen. Ich habe also todesmutig einen Selbstversuch gestartet und das Buch gelesen.

Die Story

In diesem Buch erfährt man nun wie Clara, Victor und später auch noch Sven versuchen einen Multicache zu lösen und dabei immer wieder auf Widrigkeiten stoßen. Wird es ihnen gelingen? Ihr seht, ich will jetzt mal richtig Spannung aufbauen. Bedenkt bitte nochmal, dieses Buch ist für Kinder geschrieben.

Die fast schon üblichen zwei Seiten

Wie so oft werden in einem Kinderbuch natürlich gut und böse, richtig und falsch etwas überspitzt dargestellt, schließlich soll ja auch ein Lerneffekt bei der Lektüre zu erkennen sein.

Böse

Da gibt es z.B. Fr. Grützke, eine kinderhassende Erdkundelehrerin mit Freund. Beide sind eindeutig der dunklen Macht zuzuordnen.

Vielleicht böse

Dann noch Klaus, einen 2m großen Allrounder, welcher nicht einzuschätzen ist.

Sven, ein pubertärer Teenie, der erst mal alles uncool findet.

Gut

Natürlich Clara und Victor die supercoolen Helden der Geschichte. Ok, Clara ist zwar im Moment in ihrer tierischen Phase, heißt, sie imitiert Tiere indem sie auf dem Boden kriecht, bellt und sonstige seltsame Dinge tut, aber ansonsten geht sie wohl als “normales” kleines Mädchen durch.

Wie geht es aus?

Ha, wäre ja das Gleiche wie wenn ich hier die Startkoords eines Mystery veröffentlichen würde. Was denkt ihr eigentlich?

Was ist nun der Sinn dieses Buches?

Manuel Andrack wollte wohl mit diesem Buch Kindern das Geocaching schmackhaft machen. Deshalb verpackt er einige wichtige Grundregeln (z.B. keine Lebensmittel als Tauschgegenstände, man versteckt alles wieder am gleichen Ort, etc.) in eine für Kinder spannende Geschichte.
Dies gelingt sogar teilweise, obwohl sich auch in diesem Buch wieder mal Fehler eingeschlichen haben. (Multi besteht aus mehreren Caches). Man sollte aber hier nicht päpstlicher als der Papst sein. Obwohl ich mir hier wirklich einen Seitenhieb an die Deutsche Wanderjugend nicht verkneifen kann, die ja scheinbar Manuel Andrack unterstützt haben. Warum dann solche Fehler, die man doch eigentlich bemerken sollte wenn man sich Geocaching auf die eigenen Fahnen schreibt?

Ziel erreicht?

Ich würde sagen teilweise. Eltern die selbst geocachen brauchen kein Buch um es ihren Kindern näher zu bringen, da sie dies ja praktisch zeigen können. Sie können es vielleicht durch dieses Buch etwas schmackhafter dem Kind verkaufen. Neugier wird auf jedem Fall bei kleineren Kids geweckt. Schließlich will man ja gerne selbst Abenteuer erleben.

Ist dieses Buch eine Gefahr für Geocaching?

Wohl kaum. Schließlich wird Geocaching.com nicht erwähnt. Dadurch bleiben erst mal sehr viele Caches außen vor. Zweitens habe ich immer noch die Hoffnung, das Kinder die sich die Zeit nehmen ein Buch zu lesen über genügend Intelligenz verfügen um nicht im Planierraupenmodus zu cachen. Ich finde es nicht schlecht wenn Kinder dieses Hobby betreiben. Besser als wenn sie nur vor dem Fernseher sitzen. In Kindern sehe ich für Geocaching die geringste Gefahr.

Preis und Aufmachung

Erzählendes Kinderbuch, Flex-Cover
durchgängig illustriert
mit Einstecktasche und Cachebox-Aufkleber
176 Seiten
€ 12,90 / 22,90 sFr
ISBN 978-3-939435-22-8
ab 8 Jahren

Ich denke der Preis geht schon in Ordnung. Die Zeichnungen stammen von Patrick Wirbeleit und lockern das Buch auf. Leider sind sie nur in schwarzweiß.

Weitere Infos findet man noch auf http://www.2-mit-grips-und-gps.de/

Tipp

Wenn ihr das mit der Büroklammer selbst ausprobieren wollt, verbrennt euch nicht die Finger. Wie gesagt war ein Selbstversuch. Geklappt hat es zudem auch nicht.

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