[Review] Test der neuen LED LENSER Kopflampe H14

Auf diesen Lampentest habe ich mich wirklich gefreut. Nachdem ich die ersten Infos zur neuen LED LENSER H14 bekommen habe, war ich ziemlich gespannt ob sie meine Erwartungen erfüllen werden.

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Ich habe zwar schon eine relativ leistungsstarke Kopflampe die um die 80€ gekostet hat, aber mittlerweile bin ich nicht mehr wirklich zufrieden damit. Die Einsatzmöglichkeiten waren sehr beschränkt, die Lichtstärke ist im Vergleich zu meinen jetzigen Lampen nicht mehr so hell wie ich damals gedacht habe und das erreichen der Lichtfunktionen (3 verschiedene Helligkeitsstufen + zuschaltbare “Warnleuchte” hinten) waren nicht so funktionell gelöst.

Einsatzmöglichkeiten

Einsatzmöglichkeiten bei einer Kopflampe wird sich jetzt manch einer fragen? Man befestigt sie vor der Stirn und gut ist.
Bei einer “normalen” Stirnlampe ist das dann wohl auch korrekt. Die High-End Taschenlampe H14 hat da aber schon weitaus mehr zu bieten.

1. Einsatzmöglichkeit

Natürlich wie man es sich für eine Kopflampe vorstellt. Man befestigt sie komfortabel mit flexiblen Bändern, welche individuell einstellbar sind direkt am Kopf oder auf einen Helm.

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Der Tragekomfort ist hierbei erstaunlich gut, da das Batteriefach und die Lampe vom Gewicht recht ausgeglichen sind und so gut miteinander harmonieren. Ich habe diese Outdoor Taschenlampe bei einem 6 Stunden Nightcache genutzt und hier war kein verrutschen der Lampe feststellbar. Die Lampe lässt sich wirklich komfortabel tragen und das bei einem Gewicht von ca. 350g.

2. Einsatzmöglichkeit

Als Brusttaschenlampe. Die Arbeitsleuchte lässt sich dank ihres integrierten Clips sehr gut z.B. an der Brusttasche einer Jacke befestigen. Dies hat z.B. den Vorteil das man seine Mitstreiter bei Gesprächen nicht immer ins Gesicht leuchtet, was bei dieser erstaunlich hellen Taschenlampe wirklich nicht sehr angenehm ist.

Durch das mitgelieferte Verlängerungskabel bleibt man sehr flexibel wo man das Batteriefach verstauen will. Für die normale Seitentasche war dieses Kabel aber nicht einmal nötig.

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3. Einsatzmöglichkeit

Auch als Gürtellampe lässt sich die LED LENSER H14 gut verwenden, sowohl die Lampe, als auch das Batterieteil sind mit einem Clip ausgestattet, mit dem man beide Teile gut am Gürtel befestigen kann.

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4. Einsatzmöglichkeit

Des Weiteren kann die Lampe als Minischeinwerfer verwendet werden. Dazu verbindet man einfach direkt das Lampenteil mit dem Batteriefach. Dies ist z.B. eine nützliche Sache um Fotos schön auszuleuchten. Auch bei Stages die mal länger dauern wäre dies eine gute Möglichkeit die Location auszuleuchten.

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Hier aber gleich einer meiner wenigen “Kritikpunkte” Das zusammen stecken und das lösen der Teile geht wirklich sehr schwer. Hier habe ich etwas Angst die Clips zu beschädigen. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu vorsichtig, robust verarbeitet ist dieses LED-Licht allemal.

Ich habe hier für mich aber auch schon eine Lösung gefunden. Mithilfe der Universalhalterung, auf die ich bei der nächsten Einsatzmöglichkeit zu sprechen komme, lässt sich auch sehr leicht ein Minischeinwerfer zusammen bauen, der aber mit weitaus weniger Kraftaufwand zu montieren ist.

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5. Einsatzmöglichkeit

Kommen wir also zur Universalhalterung. Diese ist wirklich sehr flexibel einsetzbar. Mit ihr ist es möglich die Lampe an verschiedenste Teile zu befestigen. Mir fallen da Äste, Stative, Rohre, Fahrradlenker etc. ein.

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Wie man sehen kann hat diese Kopflampe doch weitaus mehr zu bieten als die üblichen Kandidaten. Die LED-LENSER H14 wird dadurch eine echte Allrounderin für jede Outdooraktivität. Egal ob Nachtwanderungen, Geocaching, Fahrradtouren, Höhlenbefahrungen, Sportklettern, Inlinefahren, Joggen oder als Licht beim fotografieren. Mit dieser langlebigen Taschenlampe ist man für nahezu alle Situationen gerüstet.

Dies macht für mich auch den großen Unterschied zu den meisten Konkurrenten aus. Ich kaufe bei der H14 eben nicht nur eine Kopflampe, sondern eben vieles andere mehr.

Funktionsumfang

Fokussierung und schwenkbarer Lampenkopf

Kommen wir jetzt zum weiteren Funktionsumfang der Lampe. Ihr erhaltet mit der H14 eine geregelte, Microcontroller gesteuerte LED-Lampe.  Der Lichtfokus (Advanced Focus System) ist durch ihre gut durchdachte Einhandfokussierung (einfaches verschieben des Lampenkopfes) sehr gut einstellbar und zu handhaben.  Außerdem ist der Lampenkopf schwenkbar. Dadurch kann man den Lichtstrahl gut lenken.

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Smart Light Technology

Mit der Smart Light Technology ist folgendes gemeint. Die Lampe verfügt über verschiedene Lichtprogramme, Lichtfunktionen und Energiemodes auf die ich noch einmal gesondert eingehen werde. Außerdem verfügt sie über ein Low Battery Message System. Das Ganze wird über Microcontroller gesteuert und ist alles durch einen Tast-Schalter bedienbar.

Lichtprogramm

Wir unterscheiden hier Professional, Easy und Defence. Beim Professional Programm sind alle Lichtfunktionen verfügbar. Beim Easy Programm stehen volle Lichtpower und Low Power zur Verfügung. Im Defence Programm hat man die Wahl zwischen volle Lichtleistung und Strobe (schnelles Blitzen) zur Auswahl.

Man aktiviert die einzelnen Lichtprogramme durch 4x leichtes drücken des Schalters (nicht durchdrücken) und anschließenden durchdrücken (einrasten) des Schalters.

Lichtfunktionen

  • Morsen
  • Boost (erhöhte Lichtleistung )
  • Volle Lichtleistung
  • Verminderte Lichtleistung (für blendfreies Lesen)
  • Dim (Stufenloses Regulieren von 15% bis 100% möglich)
  • Blinken
  • S.O.S.
  • Defence Strobe (hochfrequentes Blitzen zur Abwehr)

Energy Modes

Hier kann man die Grundeinstellung der Lampe wählen. Beim Energy Saving Mode kommt es zu einer laufzeitoptimierten Regelung und beim Constant Current Mode zu einer konstanten Lichtleistung.

Low Battery Message System

Hier wird der Ladezustand der Batterien überwacht. Geht dieser zur Neige gibt die LED-LENSER H14 Lichtsignale das die Batterien baldmöglichst gewechselt werden sollten.

 

Technische Daten

LED High End Power LED
Gewicht 348 g
Lichtstrom 210 lm (hellste)
Batterien 4xAA 1,5 V
Energietank 16,8 Wh
Leuchtdauer bis 13h (niedrigste Stufe)
Leuchtweite 210m (hellste)

 

Lieferumfang

Geliefert wird die Lampe in einen Pappkarton. Hier hätte ich mir doch eine kleine Transporttasche für den Rucksack zusätzlich gewünscht um alle Utensilien beisammen zu halten.

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Im Lieferumfang sind 4xAA Alkaline Batterien, Universalhalterung, Bedienungsanleitung, Smart Instruction Card, Verlängerungskabel und die Halterungsbänder enthalten.

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Fazit

1383-logo_weissIch bin begeistert, ich bin überzeugt. Nicht weil ich die Lampe testen durfte sondern weil sie von der Funktionsvielfalt, Handhabung, Tragekomfort und Verarbeitung meinen Wünschen mehr als entspricht. Die Lichtleistung ist sehr stark, bei meinem Langzeittest (6 Stunden Nightcache) habe ich meist nicht die hellste Stufe genutzt, zum einen war dies nicht nötig zum anderen waren mir meine Mitstreiter durchaus dankbar nicht halb blind zu werden.

Für einen Preis von 118 Euro erhält man hier wirklich viel, da diese weitaus flexibler einsetzbar ist als viele andere Lampen. Außerdem gibt es auch noch eine aufladbare Variante der H14, nämlich die LED-LENSER H14R.

Wenn also jemand eine Kopflampe sucht, die ordentlich Power und noch viel mehr zu bieten hat, der ist mit der LED-LENSER H14 gut bedient.

5 Antworten auf „[Review] Test der neuen LED LENSER Kopflampe H14“

  1. Super, sieht gut aus. Wäre interessant die Lampe mal neben der kleinsten Lupine Kopflampe der Lupino Piko zu testen. Diese bietet ja wie berichtet ebenfalls ein Vielzahl an Programmmöglichkeiten und kann relativ einfach am Fahrrad, Helm oder Kopf fixiert werden.
    Der Preis der Lupine ist natürlich durchaus etwas happiger als die 120 € bei deiner Lampe, aber man hat bei der Lupine wirklich das Gefühl „das Licht geht an“.

    1. Ich denke die H14 braucht keine Angst vor einem Vergleich zu haben. Funktionalität, Leistung und auch das Preis/Leistungsverhältnis stimmen.

      Eigentlich war sie schon manchmal zu hell. 550 Lumen hat sie wohl nicht, aber wer braucht das wirklich. Wichtiger ist mir das sie funktionell, vielseitig, gut zu bedienen ist.

  2. Hey,
    auch ich habe beim Test die Erfahrung gemacht, dass die Clips nur schwer von den Halterungen zu Lösen sind. Hatte ebenfalls Angst, sie abzubrechen… aber es gibt eine ganz einfache Lösung: Man nehme einfach einen Schlitzschraubenzieher, mit dem man den Clip nur ein kleines bisschen hochhebelt. Dann geht alles richtig einfach – ist natürlich im Wald nicht so leicht, aber besser, als sich die Finger kaputt zu machen 😉
    Viele Grüße,
    Lisa

    1. Die Clips aus der Halterung zu bekommen ist eigentlich meiner Ansicht nach kein Problem, funktioniert bei mir ohne Probleme und ohne Kraftaufwand. Einfach mit dem Fingernagel in die Mulde und gleichzeitig mit der anderen Hand schieben.

      Es ging letztendlich nur um den Zusammenbau des Minischeinwerfers. Hier ziehe ich meine Variante mit der Universalhalterung vor.

      LG
      Holger

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