Was wollen Kinder auf einer Cachetour erleben? – Teil 4

…. sicher etwas anderes als wir Erwachsenen. Dabei kommt es auch auf das Alter der Kinder an.

IMG_0326Solange die Kinder im Wagen zu den Caches geschoben werden ist ihnen wahrscheinlich alles egal. Für die kleinen “Läufer”  ist oft der Käfer oder die Blume am Wegesrand wichtiger als die nächste Stage. Gib deinen Kindern diese Zeit, sie wollen die Natur mit allen Sinnen erleben, nicht durch die Natur gehetzt werden. “Beeile dich” werden sie noch oft genug zu hören bekommen.

Je älter die Nachwuchscacher werden, umso mehr wollen sie erleben, dann kommt es darauf an, die Kinder zu motivieren. Das kann durch eine spannende Geschichte, interessante Stages  oder eine abwechslungsreiche Wegführung geschehen. So das man auch mal über Baumstämme balancieren oder auf Steinen einen Bach überqueren kann. (Voraussetzung: es ist nicht in einem Naturschutzgebiet und Kleidung zum Wechseln wäre ratsam). Nimm eine Becherlupe und ein Bestimmungsbuch mit und entdecke gemeinsam die Vielfalt der Natur.
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Wenn die Eltern über die nötige Erfahrung und Ausrüstung verfügen, kann man Schulkinder auch schon klettern lassen. Für dieses Alter sind dann auch Rätsel oder physikalische Experimente an den Stages interessant.
Caches, die auf Walderlebnispfaden gelegt wurden, sind für Cachetouren mit Kindern meist gut geeignet. Üblicherweise sind diese Erlebnispfade so gestaltet, dass sich kleine und größere Kinder angesprochen fühlen.

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Ist der Cache doch mal nicht so “toll”, muss man sich selbst etwas einfallen lassen. Am einfachsten man geht zusammen mit einer anderen Cacherfamilie, dann hat man ja jemanden zum Spielen. Wenn du niemanden in deiner Nähe kennst, einfach mal im Forum fragen, vielleicht ist die nächste Familie näher als du  denkst.
Außerdem kann man auch einen Spielplatz, einen schönen Grill- oder Picknickplatz einbauen, vielleicht gibt es auch die Möglichkeit für eine Bootsfahrt.

IMG_0441Plant Zeit zum Spielen in der Natur mit ein, es ist wichtiger die Natur zu erleben als Punkte zu sammeln. Wenn ihr eine schöne Stelle an einen Bach findet, baut mit den Kindern einen kleinen Damm oder lasst sie einfach im Wasser spielen, wenn es die Temperaturen zulassen.

In einen Steinbruch kann man nach Fossilien suchen oder Steinmännchen bauen. Wen jemand damit angefangen hat, werden immer mehr davon gebaut. Das macht Kindern Spaß.

Wenn man sich die Natur mit Kinderaugen ansieht, findet man auch als Erwachsener schöne Sachen, die man sonst einfach übersehen hätte.
Oder lasst euch mal auf das “große Abenteuer” der Orientierung ohne GPS ein,  mit Hilfe des Sonnenstandes bzw. des Nachthimmels. Die Himmelsrichtung mit der Uhr oder anhand der Bemoosung von Bäumen bestimmen, dann mit Karte und Kompass den richtigen Weg finden.
Es gibt viel Anreize, dass eure Kinder gerne mitgehen, macht alles – nur keine langweilige Schildersuche in der Stadt.

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Wichtig für Owner, die einen Kindercache legen wollen:

Versetzt euch in das Kind, das den Cache suchen soll. Ist das, was ihr da legt, wirklich von Interesse für Kinder und haben diese daran Spaß und können etwas Besonderes erleben.

kids-yesWenn die oben genannten Punkte erfüllt sind, setzt das Attribut “kinderfreundlich”  wenn ihr euch unsicher seid, lasst es lieber weg.

kids-noWenn es gefährlich werden kann, setzt auch das Attribut “nicht für Kinder geeignet” So macht ihr den Eltern das Aussuchen der Caches leichter.

Wenn Ihr bei dem Cache an eine bestimmte Altersgruppe der Kinder gedacht habt, erwähnt das ruhig im Listing – Eltern freuen sich sehr über solche detaillierten Hinweise auf besondere “Schmankerl” für ihren Nachwuchs.

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2 Antworten auf „Was wollen Kinder auf einer Cachetour erleben? – Teil 4“

  1. Pingback: Geocaching Buron
  2. Hallo,
    ein prima Artikel. Dieser erinnert mich an die letzte Tour mit den beiden Mini Cachern. Da wird er Cache schnell mal zur Nebensache. Bei dieser Tour nach ein paar Tagen Regen wurde jede Weinbergschnecke zum „Freund“ erklärt. Man muss sich dann eben Zeit nehmen und etwas zu den Schnecken erklären. Das kann auch den Erwachsenen sehr viel Freude machen und man kehrt zu dem zurück, wovon man im Alltag zu wenig Zeit hat; nämlich der Ruhe und der Gelassenheit. Und ist es nicht dass, was wir eigentlich mit unserem Hobby erreichen wollen?
    Das ist mir wichtiger als jeder Statistikpunkt.
    Danke für einen Artikel, der mir aus der Seele sprach.
    Beste Grüße
    Thorsten

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