[Test] Stirnlampenvergleich MyTinySun Head 1000 Pro und Piko X4 – Teil 2

Teil 2 unseres Stirnlampenvergleich zwischen der Mytinysun Head 1000 Pro und der Piko X4 sollte eigentlich an einem Nachtcache durchgeführt werden. Um jedoch eine Gleichwertigkeit zu erzielen haben wir uns entschlossen einfach ein paar Reflektoren an Bäume anzubringen und mit Stativ und Spiegelreflexkamera loszuziehen. Die Bilder sind alle mit fixer Belichtungszeit von 2 Sekunden entstanden. Die Kamera stand auf einem Stativ und wurde nicht bewegt. Natürlich ersetzt ein Foto keine exakte Messung der Lichtausbeute z.B. in der Ulbricht-Kugel, gibt aber einen ersten Eindruck was eine Lampe kann.

Test11Wir zeigen euch je zwei Bilder der Lampen und haben als weitere Referenz eine Lupine Betty ergänzt, wobei nicht das aktuelle Modell die Betty R zum Einsatz kam, sondern eine lichtschwächere Vorläuferversion. Auf dem ersten Bild sind insgesamt drei Reflektoren angebracht, auf dem zweiten Bild keiner.

Fotografiert wurde immer in der höchsten Leuchtstufe. Wir haben auf Bilder mit geringerer Einstellung verzichtet. Die Lampen sind bei geringerer Leuchtkraft nicht vergleichbar, da die Mytinysun stufenlos zu dimmen ist und die Piko nur mehrstufig. Und was interessiert ein viertel oder die halbe Leistung. Interessant ist doch was die Lampen maximal an Ausleuchtung erreichen können. Das man mit weniger Ausleuchtung weniger sieht sollte klar sein. Natürlich wird durch weniger Lichtausbeute auch der Strombedarf reduziert und die Akkulaufzeiten ändern sich. Aber es wird kein Geocacher mit voller Lichtstärke permanent im Wald unterwegs sein. Dauerhaft stärkstes Licht braucht kaum jemand. Wie hell es sein sollte kann jeder für sich selbst festlegen und ist situativ variabel. Bei einem Rascheln im Gebüsch möchte mancher vielleicht etwas mehr sehen als beim Gehen auf einem Feldweg in heller Nacht.

Fangen wir zunächst mit der Mytinysun Head 1000 Pro an welche 960 Lumen an Lichtleistung bietet. Die höchste Helligkeitsstufe wurde eingestellt.

Tinysun1

Tinysun2

 

Fotografiert wurde ein Weg an dem an drei Bäumen in einer Entfernung von maximal 50 m vom Stativ aus gesehen insgesamt drei Reflektoren angebracht wurden (3M weiße Reflektierfolie auf Reißzwecken aufgeklebt).

Von den drei Reflektoren konnten durch die Mytinysun einer gut, der andere schwach ausgeleuchtet werden.

Beide Bilder sind zu dunkel, die Lampe leuchtet besser als dargestellt. Insgesamt erscheint die Lampe zum Geocachen  gut einsetzbar auch wenn die Bilder dies nicht richtig spiegeln.

Zweite Lampe ist die Lupine Piko X4, wobei X4 für die Akkuleistung steht. Alle Lupine Piko haben 13 W Leistung und 1200 Lumen. Auch hier wurden die Bilder auf höchster Leuchtstufe bei einer Belichtungszeit von 2 Sekunden aufgezeichnet.

Piko1

Piko2

Hier sind die beiden ersten Reflektoren gut erkennbar und es wird mehr Weg und Spielgerät ausgeleuchtet. Der Baum rechts im Hintergrund ist besser zu sehen. Der erste Reflektor am linken Baum wird fast überstrahlt. 1200 Lumen machen schon viel Licht. Aber auch hier gilt die Bilder schlechter sind als die Lampe in der Realität.

Außer Konkurrenz und in dieser Form nicht mehr erhältlich zeigen wir nun Bilder einer älteren Lupine Betty. Das aktuelle Flagschiff von Lupine die Betty R ist hier nicht dargestellt.

Betty1

Betty2

Der erste Reflektor wird überstrahlt. Es leuchten die beiden anderen dafür recht deutlich. Das Spielgerät ist sehr hell beleuchtet, der Baum im Hintergrund deutlich erkennbar. Hier hat man Licht wenn man Licht will. Die aktuelle Betty R bietet im übrigen 4500 Lumen bei 45 W und wird mit einer Fernbedienung (R steht für Remote) ausgeliefert.

Die Bilder liefern, obwohl etwas zu dunkel, dennoch einen guten Eindruck darüber was man von den Lampen zu erwarten hat. Im aktuellen  Bike Magazin 11/13 wurde die Mytinysun Testzweite und die Piko Testsieger. Bei einer älteren Version der Piko welche wir vor Jahren testeten fiel uns auf das die Lampe sehr heiß werden kann. Aufgrund der Hitze war die Lampe dann nur mit Vorsicht zu bedienen. Dies hat uns bei der Piko aus dem Jahr 2013 nicht mehr gestört, man konnte die Lampe trotz deutlicher Wärmeabgabe noch anfassen. Die Head 1000 Pro von Mytinysun  is
t da besser. Der Lampenkopf blieb immer angenehm kühl.

Insgesamt sind sowohl die Mytinysun Head 1000 Pro als auch die Piko X 4 gute Lampen zum Geocachen. Qualität hat ihren Preis aber die 300 € die man maximal für die Stirnlampen ausgeben muß sind aufgrund der guten Verarbeitung und Langlebigkeit der Produkte gut investiert. Im Bedarfsfall machen die Lampen richtig Licht und bei entsprechender Nutzung ist ein mehrstündiger Nachtcache hiermit gut machbar. Allerdings würden wir zum Kauf eines zweiten Akku bei beiden Lampen raten um sicherzustellen das einem irgendwann nicht doch das Licht ausgeht.

Abschliessend hier noch einmal die wichtigsten technischen Daten der beiden Lampen. CGC dankt der Firma MTS Leuchten für die Überlassung der Head 1000 Pro für den Test, welcher hierdurch jedoch nicht beeinflusst wurde.

Teil 1 findet ihr hier: Link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.