[Rezension] LOST PLACE, der deutsche Mystery-Thriller ab 28.3.14 in deinem Wohnzimmer … wenn man will.

Ab dem 28.03.2014 ist der Film LOST PLACE als DVD, 3D Blu-Ray und Video on Demand erhältlich. Ich habe mir die 3D Blu-Ray Version nochmals angesehen.

Als wir damals im Kino waren, kam auch gleich eine LOST PLACE Atmosphäre auf. Dies kam aber nicht etwa von der guten, authentischen und mitreissenden Story des Films, sondern eher weil wir fast alleine im großen Kinosaal waren.

Preis: EUR 3,99
Schon bei dieser Vorführung schossen mir immer wieder Gedanken durch den Kopf, wie selbstlos und aufopferungsvoll ich doch bin, weil ich dies über mich ergehen lasse, nur damit ihr auf unserer Webseite informiert werdet.

Um diesen Film wurde ja schließlich ein unheimlicher Hype in der Geocaching-Szene gemacht, da das Thema Geocaching auch dort verbaut wurde. Gerürzt wird das Ganze mit einem Lost Place. Dies passierte schon lange vor dem eigentlichen Kinostart.

Da ich jetzt scheinbar doch schon in das Alter komme, in dem man öfters mal etwas vergisst habe ich das Angebot eine 3D-Blu-Ray zu erhalten und darüber zu berichten kurzentschlossen angenommen.

Technische Umsetzung / 3D / Sound / Musik

Kommen wir gleich an Anfang mal zur technischen Seite, dem 3D Effekt. Schon im Kino hat er mich nicht so ganz überzeugt, aber am TV war es leider nicht besser, sondern vielmehr noch etwas schlimmer. Über den Sinn, bei diesem Film überhaupt auf 3D zu setzen, lässt sich sicher streiten, da hier jetzt keine monumentalen Naturaufnahmen oder ähnliches zu sehen sind. Der Sendeturm, ein paar dunkle Gänge und der Pfälzer Wald …. reißen einen nun mal auch 3D mäßig nicht gerade vom Hocker. Irgendwie wirkten auf dem TV die 3D Effekte leider auch nicht sauber und teilweise etwas schwammig. Hier hatte ich schon wesentlich bessere Filme als Blu-Ray Version.

Auch der Sound wurde damals ziemlich promotet. Von einem neuen Surround-Sound ist die Rede. Dazu wird man dann wohl auch ein Kino mit entsprechender Anlage benötigen, deswegen kann ich dies nicht beurteilen. Vielleicht ist dieser auch etwas Besonderes.
Bleiben wir mal beim Sound, oder besser der Hintergrundmusik. Hätte ich jetzt einen Film wie Herr der Ringe oder Independence Day im Player, dann würde ich sagen …. passt. Hier befindet man sich aber auf einem verrotteten Campingplatz im Pfälzer Wald und da klang manche Musikuntermalung etwas deplatziert.

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Ihre Geocaching-Suche führt die Gruppe auf einen verlassenen Camping-Platz.
Foto: Han/Thalhammer © MovieBrats, Dragonfly Films, NFP*

Die Story

Nun aber wirklich mal zum wohl wichtigsten Teil, die Filmstory. Worum geht es eigentlich?

Vier „Geocacher“ begeben sich auf Geocaching-Schatzsuche. Dieser befindet sich auf einem ….. Lost Place Gelände. Dumm nur, wenn sich am Ende herausstellt, dass es ein aktives HAARP Testgelände ist. Somit haben wir also alles was man benötigt, Weltverschwörung, Lost Place und Geocaching.

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Daniel (François Goeske) hat den Ursprung der elektromagnetischen Wellen gefunden.
Foto: Han/Thalhammer © MovieBrats, Dragonfly Films, NFP*

Da das Thema Geocaching im Film eine Rolle spielt, war ja mit einer der Hauptgründe, warum sich dieser Film in der Community wie ein Lauffeuer verbreitete.

Sind wir jetzt aber mal nicht kleinlich. Gerade für Kinobesucher, die vielleicht gar nichts von Geocaching wussten ist hier endlich unser Hobby schnell und kompakt aufs Wichtigste zusammengefasst worden.

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Daniel (François Goeske), Jessica (Josefine Preuß), Elli (Jytte-Merle Böhrnsen) und Thomas
(Pit Bukowski) suchen nach einem Geocache.
Foto: Bettina Enigl © MovieBrats, Dragonfly Films, NFP*

Zusammenfassung:

  • Geocacher sind meistens irgendwie stehengebliebene Jugendliche, bei denen manche wohl auf die Grundbedürfnisse reduziert sind. Andere hingegen sind dann eher wieder als Nerd einzustufen.
  • Geocacher betreten natürlich unerlaubt abgesperrte Gebiete und nehmen dann auch noch die Verbotsschilder als Andenken mit, kapieren aber nicht den Sinn des Schilds.
  • In Geocaches befinden sich immer Tangas und Drogen, was sonst.

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Thomas (Pit Bukowski) hat ein altes Warnschild entdeckt.
Foto: Han/Thalhammer © MovieBrats, Dragonfly Films, NFP*

Dieser Film bringt mich wirklich zum Nachdenken.

  • Warum sieht man an Stage 1, außerhalb des Speergebiets eine abgetrennte Hand.
  • Warum läuft man auf den Sendemast und der Gefahr zu, anstatt davon weg?
  • Warum geht man aus dem supergeschützten Alufolie versiegelten Wohnwagen hinaus ins Freie, wenn es darin doch so sicher ist?
  • Was sind das für Nanotech Insekten, die dem Helden unter die Haut krappeln und wo sind sie am Ende geblieben?
  • Warum hat sich plötzlich die Hauptdarstellerin vom Film „Der Exorzist“ in der Funkstation verlaufen?

Ich weiß es nicht!

Mehr Infos

Webseite | Facebook

Darsteller:

François Goeske, Josefine Preuß, Jytte-Merle Böhrnsen Pit Bukowski und Anatole Taubman

Regie:

Thorsten Klein

Technische Details (DVD)

Bildformat: 16:9 (1:2,35)
Tonformat: DD 5.1
Best.-Nr.: 1000450530 EAN-Code:
5051890222824
Laufzeit: 97 Minuten

Technische Details (Blu-ray)

Bildformat: 16:9 (1:2,35)/HD 1080 23,976 fps
Tonformat: DTS HD Master 5.1
Best.-Nr.: 1000450531
EAN-Code: 5051890222831
Laufzeit: 101 Minuten

Mein Fazit

Meiner Meinung nach ist die Story ziemlich flach und plätschert etwas dahin. Es kommt mir teilweise so vor, dass mancher Effekt einfach mal rein gedrückt werden musste, obwohl er eigentlich gar nicht so recht rein passt.
Die Vorgehensweise der Charaktere ist für solche Filme typisch. Es wird immer auf die Gefahr zugelaufen und meist die dümmste Entscheidung getroffen.
Dafür gibt es dann aber auch leichte Genialitätseinfälle, a la MacGyver. Da wird aus einer Alufolie der ultimative Schutzanzug gegen die HAARP Superwaffe gezaubert.
Die wahre Spannung wird aber am Schluss aufgebaut, denn der Film hat ein offenes Ende. Somit kann man dann seiner eigenen Fantasie freien Lauf lassen.

Es kann sein, dass ich mit meiner Meinung ziemlich alleine da stehe und Viele oder die Mehrheit den Film ganz toll finden. Dies muss dann wohl jeder für sich entscheiden. Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so.

Deswegen bitte ich eure Meinung hier als Kommentar kund zu tun.

Eine Antwort auf „[Rezension] LOST PLACE, der deutsche Mystery-Thriller ab 28.3.14 in deinem Wohnzimmer … wenn man will.“

  1. Ich hatte nach dem Kino auch nen Bericht in meinem Blog geschrieben… Nochmals muss ich den Film ned nochmal sehen, aufgrund der unsichtbaren „Gefahr“ war auch nicht wirklich Spannung da

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