[Rezension] Death Cache – Tödliche Koordinaten

Im Mai 2016 ist der Thriller „Death Cache – Tödliche Koordinaten“ von Danise Juno erschienen. Mir wurde freundlicherweise dieses Buch für ein Rezension zur Verfügung gestellt. Diese musste dann doch etwas auf sich warten, da ich zeitlich sehr eingebunden bin und das Buch nur stückweise lesen konnte. Ich wollte aber unbedingt das Buch komplett gelesen haben, bevor ich mir darüber ein Urteil bilde.

Gesagt, getan. Mit dem Buch bin ich nun durch und möchte dir meine Meinung nicht vorenthalten. Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es in diesem Buch um Mord im Zusammenhang mit Geocaching. In diesem Thriller wird das Thema Geocaching aber nicht nur kurz angeschnitten, sondern zieht sich komplett durch die Geschichte.

Spannung

Gleich vorweg, die Story ist wirklich sehr spannend geschrieben und eine Auflösung der ganzen Zusammenhänge wird erst am Schluss geliefert. Der Schreibstil von Danise Juno gefällt mir außerordentlich gut. Sie schafft es den Leser an die Geschichte zu binden und hat wirklich das Talent bis zum Ende der Geschichte die Spannung zu erhalten. Selten hat mich ein Geocaching Roman so begeistert, …. aber auch verärgert. Vielleicht ist verärgert hier das falsche Wort. Deshalb möchte ich dir erklären was ich damit meine.

Der Wermutstropfen

Wenn ein „Nicht Geocacher“ dieses Buch liest, muss er von uns Geocachern den Eindruck bekommen, dass wir ziemlich verantwortungslose Menschen sind. Noch dazu lassen wir uns durch unser Hobby zu hirnlosen Aktionen verleiten. Unser Hobby wird so dargestellt, als sei ein FTF und Punkte die einzigen Dinge die zählen. Punkte um jeden Preis, egal ob es auf Kosten der Gesundheit, der Natur oder der Sicherheit von anderen Menschen geht.  Dies ist wirklich ein Aspekt, welcher mir überhaupt nicht an dieser Geschichte gefällt und unser Hobby in eine völlig falsche Schublade steckt. Dies finde ich wirklich außerordentlich schade. Im Endeffekt wird bei jeder Geocaching Tour maßlos übertrieben um dem Ganzen die nötige Spannung zu geben.

Dabei hätte die Geschichte dies gar nicht nötig. Wer springt schon von einer Brücke auf ein Autobahnschild und später wieder zurück, mitten über eine stark befahrene Straße? Dies nur als Beispiel.

Liebe Muggels (Nicht Geocacher),

nehmt bitte die Beschreibung und die Aktionen rund um unser Hobby nicht ernst. Nicht einmal die Hälfte entspricht der Realität. Dieses Buch ist keine Anleitung oder Einführung in Geocaching sondern ein spannender Thriller, dessen Inhalt überwiegend der Phantasie der Autorin entspringt.

Wenn ihr euch über unser Hobby informieren wollt, empfehle ich folgende Lektüre:

Schöne Grüße
Holger

Story für Geocacher empfohlen

Als Geocacher erhältst du ein wirklich spannend geschriebenes Buch, da du Fiktion und Wirklichkeit unterscheiden kannst. Spannung von Anfang bis Ende, gelungener Schreibstil und ein nicht vorhersehbares Ende machen das Buch sehr gelungen.

Geocachern kann ich dieses Buch also wirklich empfehlen. Lass dich darauf ein und schlucke die Übertreibungen einfach herunter 😉

Infos

Autorin: Danise Juno

Webseiten: Danise Juno | Autoren Blog

Titel: Death Cache – Tödliche Koordinaten

Verlag: Acabus Verlag

 

Erscheinungsjahr: 1. Auflage. (2016)

Umfang: 300 Seiten, broschiert

Format 13,9 x 2,2 x 21,1cm

Preis: 13.90€

Inhalt

Death Cache – Tödliche Koordinaten

Ein Mann liegt tot im Wald. Enthauptet. In unmittelbarer Nähe eine als Geocache getarnte Falle. In der Geocaching-Szene scheint ein erbitterter Kampf um die Toplist der besten Cacher ausgebrochen zu sein. Angeführt von einem Spieler namens Sammaël, den niemand persönlich kennt. Als Michael Tonelli sich an dessen Spuren heftet und versucht Sammaëls wahre Identität zu lüften, gerät er ins Visier eines Killers. Schon bald muss Michael erkennen, dass er von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird.
Geocaching wird mehr und mehr zum Trend, doch ist diese GPS-Schatzsuche wirklich so ungefährlich oder überdeckt der Nervenkitzel einfach jegliche Gefahr?Ein Thriller, der die Sicherheitslücken des Geocaching beleuchtet und sich mit den Gefahren auseinandersetzt, die GPS-Verfolgung mit sich bringt – nicht nur für Kenner der Geocaching- Szene![Quelle: Verlag]

Über die Autorin

Danise Juno ist der Künstlername der deutschen Schriftstellerin Jutta Arzdorf. Sie wurde 1974 in Bonn geboren. In Meckenheim hat sie ihre Kindheit und Jugend verbracht. 1990 absolvierte sie eine Ausbildung zur Glasveredlerin und legte ihr Fachabitur für Gestaltung und Design ab. 1994 ließ sie sich zur Technischen Zeichnerin ausbilden und legte schließlich 1998 erfolgreich die Ausbildereignungsprüfung ab. Sie arbeitete viele Jahre in der IT eines internationalen Großkonzerns als CAD-Anwenderbetreuerin, verfasste in diesem Zuge diverse Schulungsunterlagen und Bedienungsanleitungen in Deutsch und Englisch und führte Mitarbeiterschulungen durch. Heute lebt sie mit ihrer Familie und einem Hund im Münsterland. Sie widmet sich intensiv der Tätigkeit als Autorin. 2013 nahm sie an dem Seminar: „Nervenkitzel – Schreiben Sie einen verdammt spannenden Roman“ in der Bastei Lübbe Academy, unter der Leitung von Andreas Eschbach, teil.

Veröffentlichungen:

2009 gewann sie eine Veröffentlichung ihrer Kurzgeschichte „Der Partylöwe“

Herbstlilie – Limbergens vergessene Kinder / Thriller – erschienen im Juli 2015

[Quelle: Danise Juno | Autoren Blog]

Fazit

Auf jeden Fall ist dieses Buch eine Empfehlung für alle Geocacher die spannende Unterhaltung mögen. Mich hat dieses Buch gefesselt und sehr gut gefallen.

Auch allen „Nicht Geocachern“ kann ich dieses Buch empfehlen. Allerdings bitte ich hier, wie oben geschrieben unser Hobby nicht an diesem Buch zu messen. Es ist eine erfundene Geschichte und Gott sei Dank nicht die Realität.

Link zum Buch

Death Cache - Tödliche Koordinaten

13,90€
Death Cache - Tödliche Koordinaten
9.5

Aufmachung

10/10

Schreibstil

10/10

Spannung

10/10

Preis

10/10

Pros

  • Sehr spannend
  • Guter Schreibstil

Cons

  • Geocaching wird übertrieben dargestellt
  • Rückt Geocaching in ein falsches Licht

24 Antworten auf „[Rezension] Death Cache – Tödliche Koordinaten“

  1. Da der Rezensent ja um eigene Vorschläge gebeten hat, das Buch „Sechs, Sieben, (C)ach(t)e“ hat mir sehr gut gefallen, da ist Geocaching nicht so übertrieben dargestellt, wohl aber der Ehrgeiz mancher Cacher.

  2. Nachdem ich mehr lese als cache und weder Punkte noch Ftf jage, wäre ich gespannt wie solche im Buch dargestellt werden und für den Urlaub brauch ich auch noch was zum lesen.

  3. Haben schon viel von diesem Roman gehört, für uns Cacher natürliche in MUSS zu lesen. Vielleicht haben wir ja hier Glück 🙂

  4. Das klingt spannend! Zumal mir die Schatzsuche (nach richtigen Schätzen) im Blut liegt, man dabei jedoch auch immer wieder mal Geo-Caches findet. Ich packe dann immer einen meiner Funde (Münze aus dem Kaiserreich oder Musketenkugel) dazu und stelle mir das verdutzte Gesicht des nächsten Finders vor 🙂

  5. Wow, ein spannender Roman, sogar meine bessere Hälfte, die Nicht-Cacherin ist, war von diesem Krimi angetan. Als ebook für gut 5€, eine lohnenswerte Investition!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.